Vollpappe
Vollpappe ist ein massives, flächig gegossenes Verpackungsmaterial, das im Gegensatz zur Wellpappe vollständig ohne Hohlräume auskommt. Sie besteht überwiegend aus Altpapier und zeichnet sich durch ihre hohe Dichte, große Festigkeit und eine besonders homogene Struktur aus. Aufgrund dieser Eigenschaften gehört Vollpappe zu den stabilsten Pappenarten im Verpackungsbereich.
Mit einem Flächengewicht von 500 bis 3000 g/m² und typischen Stärken von 0,5 bis 4 mm kann sie in nahezu jeder gewünschten Stärke produziert werden. Im Vergleich zu Wellpappe ist Vollpappe durchstoßfester und formstabiler, dafür jedoch deutlich schwerer.
Herstellung und Materialvarianten
Vollpappe wird je nach Produktionsverfahren in drei Varianten hergestellt:
- einlagig
- mehrlagig (gegautscht)
- mehrschichtig (geklebt)
Eine der häufigsten Arten im Verpackungsbereich ist die Graupappe, die zu 100 % aus recyceltem Altpapier besteht.
Verarbeitung und Bedruckbarkeit
Dank ihrer glatten Oberfläche lässt sich Vollpappe besonders gut bedrucken, stanzen, ritzen und perforieren. Zusätzlich kann sie problemlos mit weiteren Materialien kaschiert werden, zum Beispiel mit einer PE-Beschichtung für wasserabweisende Eigenschaften.
Typische Einsatzbereiche
Vollpappe ist vielseitig einsetzbar und wird unter anderem genutzt für:
- Faltschachteln, Stülpkartons und hochwertige Verpackungen
- Zwischenlagen zur Trennung von Waren im Karton
- Palettenzwischenlagen zur Stabilisierung gestapelter Ware
- Schutz- und Verstärkungselemente im Versand
Durch ihre Robustheit eignet sich Vollpappe besonders für Verpackungen, die hohe Druck- oder Stoßbelastungen aushalten müssen.