Polypropylen
Definition
PP, kurz für Polypropylen, ist einer der weltweit am häufigsten eingesetzten Kunststoffe und wird unter anderem für Folienbeutel, PP-Packbänder und verschiedene Verpackungsanwendungen verwendet. Im Vergleich zu Polyethylen (PE) ist PP härter, temperaturbeständiger und besitzt eine höhere Formstabilität, während es in vielen anderen Eigenschaften ähnlich aufgebaut ist.
Herstellung von PP
Polypropylen entsteht durch die Polymerisation der Gase Propylen und Ethylen, die aus Rohöl gewonnen werden. Die Herstellung ist energieintensiv, jedoch kommt der Kunststoff ohne Weichmacher aus, was ihn gesundheitlich weniger bedenklich macht. Das fertige Material liegt zunächst in Granulatform vor und wird anschließend zu Folien, Bändern oder technischen Teilen weiterverarbeitet.
Eigenschaften von Polypropylen
PP besitzt eine Reihe charakteristischer Materialeigenschaften: hohe Transparenz & glänzende Oberfläche geschmacks- und geruchsneutral – ideal für Lebensmittel nicht dehnbar, daher geringere Reißfestigkeit als PE oder PVC wärmebeständig, formstabil und relativ hart für Klebebänder geeignet (auch leises Abrollen durch Release-Coat möglich) Durch seine klare und glänzende Optik wird PP besonders gern für hochwertige Kataloghüllen, Schokoladenverpackungen, Präsentbeutel oder Sichtverpackungen genutzt.
PP-Typen im Überblick
- Polypropylen ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich durch ihre Verarbeitung unterscheiden:
- EPP – expandiertes Polypropylen (Schaumstoff)
- CPP – gegossenes Polypropylen (ungereckte Folie)
OPP – orientiertes Polypropylen (vorgereckte Folie)
BOPP – biaxial orientiertes Polypropylen (in beide Richtungen gereckt)
Diese Unterarten ermöglichen unterschiedliche Festigkeiten, Transparenzen und Einsatzbereiche. Erkennung von PP Produkte aus Polypropylen sind typischerweise mit dem Kunststoff-Recyclingcode „05 – PP“ gekennzeichnet. Dieser Hinweis erleichtert Identifikation und Sortierung im Recyclingprozess.
Ist PP umweltfreundlich?
Polypropylen ist nicht biologisch abbaubar und gehört daher zu den Kunststoffen, die bei falscher Entsorgung Umweltprobleme verursachen können.
Dennoch besitzt PP einige ökologische Vorteile:
- sehr langlebig & wiederverwendbar
- ohne Weichmacher oder Schwermetalle
- gut recycelbar
- ersetzt in vielen Bereichen das deutlich schädlichere PVC
Auch wenn PP keine nachhaltige Alternative zu Papier oder Holz darstellt, gilt es als vergleichsweise umweltschonender Kunststoff, sofern er wiederverwendet und korrekt recycelt wird. Für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln ist Polypropylen unbedenklich.