Kraftpapier
Definition
Kraftpapier ist ein besonders robustes Verpackungspapier und zählt zu den stabilsten Papierarten im Verpackungsbereich. Es wird überwiegend aus neuen, langen Holzfasern hergestellt, die dem Material seine außergewöhnliche Reißfestigkeit verleihen. Je nach Qualität können geringe Anteile recycelter Fasern beigemischt werden. Durch Zusätze wie Stärke oder Leim erhält das Papier zusätzliche Stabilität und eine glatte, nahezu geschlossene Oberfläche.
Eigenschaften & Vorteile
Kraftpapier zeichnet sich durch: sehr hohe Festigkeit und Reißfestigkeit hohe Durchstoß- und Kantenstabilität gute Bedruckbarkeit leichte Wasserabweisung durch seine dichte Oberfläche umweltfreundliche Zusammensetzung aus natürlichen Fasern Diese Kombination macht Kraftpapier ideal für schwere, scharfkantige oder lose Produkte, die sicheren Schutz benötigen.
Typische Einsatzbereiche
Kraftpapier wird häufig eingesetzt für:
- Versandtaschen
- Papierbeutel und Papiersäcke
- Geschenk- und Dekoverpackungen
- Füll- und Polstermaterial
- Papierklebebänder
- Trägermaterial für Schleifpapier
In Grammaturen bis 120 g/m² spricht man von Kraftpapier. Alles darüber wird als Kraftliner bezeichnet und wird hauptsächlich in der Wellpappenproduktion für starke Kartonagen verwendet.
Varianten & Erkennungsmerkmale
Kraftpapier ist meist braun bis dunkelbraun, abhängig vom Holztyp und Anteil an Recyclingfasern. Varianten mit enger Rippung sind besonders reißfest und zeichnen sich durch eine dekorative Optik aus – beliebt z. B. für Geschenkverpackungen. Typisch ist die sichtbare Struktur langer, stabiler Fasern beim Einreißtest.