Falltest zur Bewertung von Verpackungen
Ein Falltest simuliert Stürze und Stöße während Transport und Handling, indem eine gefüllte Versandverpackung aus definierten Höhen und in festgelegten Orientierungen auf eine Prüfoberfläche fallen gelassen wird. Ziel ist es, die mechanische Robustheit, Schutzwirkung der Polsterung und die Schadensanfälligkeit des Produkts unter realistischen Handhabungsbelastungen zu beurteilen. Wichtige SEO Keywords: Falltest, Drop Test, Verpackungsprüfung, Stoßprüfung, Transportsimulation, Versandverpackung.
Probenvorbereitung und Konditionierung
- Prüfgegenstand: Getestet wird die serienmäßige, gefüllte und verschlossene Verpackung inklusive handelsüblicher Inneneinlagen und Verschluss.
- Stichprobenumfang: Mehrere identische Verpackungen aus derselben Charge werden vorbereitet, um statistische Aussagen zu ermöglichen.
- Konditionierung: Proben werden unter genormten Klimabedingungen gelagert bis Ausgleich erreicht, typischerweise 23 °C und 50 % relative Luftfeuchte, oder entsprechend den geforderten Testbedingungen.
- Befüllungszustand: Verpackungen werden in dem Befüllungszustand getestet, der dem realen Versandfall entspricht, inklusive Füllmaterialien und Verschlussmittel.
Prüfaufbau und Prüfgeräte
- Prüfstand: Mechanische Fallprüfstände oder freie Fallvorrichtungen, die definierte Höhen und Orientierungen reproducibel ermöglichen.
- Prüfoberfläche: Harte, flache Oberfläche aus Metall oder Kunststoff mit definierter Dämpfung nach Testspec.
- Messtechnik: Optional: Beschleunigungssensoren oder Datenlogger zur Aufzeichnung von Stoßpeaks; Hochgeschwindigkeitskamera für Ablaufanalyse.
- Sicherheitsausstattung: Fangvorrichtungen und Schutzabdeckungen zur Sicherung des Prüfbereichs.
Prüfablauf Schritt für Schritt
- Orientierungen festlegen: Definierte Fallorientierungen werden bestimmt, typischerweise Flächenschlag (z. B. Bodenfläche), Kanten- und Eckenschlag.
- Fallhöhen definieren: Höhe(n) werden entsprechend Prüfprogrammen oder realen Handhabungsszenarien ausgewählt; übliche Höhen reichen von 0,5 m bis 1,5 m, bei speziellen Programmen auch höher.
- Durchführung der Falls: Die Verpackung wird in der gewählten Orientierung aus der definierten Höhe frei fallen gelassen; bei mechanischen Vorrichtungen erfolgt die Auslösung reproduzierbar.
- Mehrfachdrops: Abfolge umfasst meist mehrere Drops pro Probe in vorgegebenen Orientierungen und Höhen, oft über mehrere Proben verteilt.
- Messdatenerfassung: Wenn verwendet, zeichnen Sensoren Beschleunigungs- und Stossdaten auf; visuelle Aufnahmen dokumentieren Abroll- oder Rotationsbewegungen.
Bewertung und Dokumentation
- Schadensbeurteilung: Nach jedem Drop werden die Verpackung und der Inhalt visuell und funktional geprüft auf sichtbare Deformationen, Risse, Brüche, Verschlussversagen und Funktionsverlust des Produkts.
- Kriterienkatalog: Schäden werden anhand vordefinierter Kriterien klassifiziert, z. B. keine Beeinträchtigung, kosmetische Beschädigung, funktionsbeeinträchtigend, Totalschaden.
- Statistische Auswertung: Ergebnisse mehrerer Proben werden zusammengeführt; Schadenshäufigkeit, Versagensmodi und Schwachstellenanalyse liefern Entscheidungsgrundlagen.
- Prüfbericht: Enthält Prüfbedingungen, Probendetails, Fallsequenz, Messdaten, Schadensbefund, Fotos und Empfehlungen für Konstruktions- oder Materialänderungen.
Praxisrelevanz und Hinweise zu Prüfprogrammen
- Realitätsnähe: Falltests bilden typische Handling- und Sturzereignisse ab und helfen, Polsterkonzepte und Kartonkonstruktionen zu optimieren.
- Kombination mit weiteren Tests: Falltests sollten ergänzt werden durch Schüttel-, Vibrations-, Kompressions- und Klimatests für eine vollständige Transportsimulation.
- Normen und Testprogramme: In der Praxis werden standardisierte Testprotokolle verwendet, die Fallhöhen, Orientierungen und Anzahl der Drops spezifizieren; diese Protokolle sind Grundlage für Lieferantenfreigaben und Qualitätssicherung.
- Empfehlung: Sicherheitsreserven und realistische Worst Case Szenarien einplanen, Testergebnisse regelmäßig aktualisieren und bei Designänderungen erneut prüfen.
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FAQ
Ein Falltest ist eine standardisierte Stoß- und Sturzprüfung, bei der eine vollständig befüllte Verpackung aus definierten Höhen fallengelassen wird, um die Transportsicherheit zu bewerten.
Die Fallhöhe richtet sich nach Normen und realen Versandbedingungen und liegt typischerweise zwischen 0,5 und 1,5 Metern, je nach Produktgewicht, Verpackungsart und Testprogramm.
Ein Falltest zeigt, ob Verpackung, Polsterung und Produktschutz realen Transportbelastungen standhalten. So lassen sich Schäden, Reklamationen und kostenintensive Retouren bereits vor dem Einsatz reduzieren.
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